Du lebst oder arbeitest in Rheinland-Pfalz und möchtest Bildungszeit (häufig auch „Bildungsurlaub“ genannt) beantragen? Seit März 2026 gilt dafür das neue Landesbildungszeitgesetz. Hier erfährst du, wer Anspruch hat, wie viele Tage dir zustehen und worauf du bei Antrag & Fristen achten musst.

Seit dem 1. März 2026 gilt in Rheinland-Pfalz das Landesbildungszeitgesetz (LBZG). Es löst das bisherige Bildungsfreistellungsgesetz ab. Bildungszeit kannst du für anerkannte Veranstaltungen der beruflichen Weiterbildung, der gesellschaftspolitischen Weiterbildung und der Qualifizierung für ein Ehrenamt nutzen. Neu sind unter anderem die Qualifizierung fürs Ehrenamt und die Anerkennung digitaler Formate.
Du musst seit mindestens sechs Monaten beschäftigt sein, deine Arbeitsstätte muss in Rheinland-Pfalz liegen und dein Arbeitgeber muss mindestens fünf Beschäftigte haben. Die Veranstaltung muss vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) anerkannt sein.
Bei einer Fünf-Tage-Woche hast du Anspruch auf zehn Arbeitstage Bildungszeit innerhalb eines Zeitraums von zwei Kalenderjahren. Der Zeitraum beginnt immer am 1. Januar eines ungeraden Jahres – 2027/2028 startet also ein neuer Zeitraum. Innerhalb dieses Zeitraums kannst du die Tage frei einteilen. Beginnt dein Arbeitsverhältnis in einem geraden Jahr, stehen dir in diesem Jahr fünf Tage zu. Arbeitest du an weniger als fünf Tagen pro Woche, verringert sich der Anspruch entsprechend.
Reiche den Antrag so früh wie möglich, spätestens sechs Wochen vor Beginn der Bildungszeit schriftlich oder elektronisch ein und lege den Nachweis bei, dass die Veranstaltung nach dem Landesbildungszeitgesetz anerkannt ist.
Anerkannt werden Veranstaltungen der beruflichen und gesellschaftspolitischen Weiterbildung sowie Qualifizierungen für ein Ehrenamt. Auch digitale Formate können anerkannt werden. Auszubildende können Bildungszeit für alle Bereiche außer der beruflichen Weiterbildung nutzen.
Reiche ein formloses Anschreiben mit Kursdaten, Anerkennungsnachweis und gewünschtem Zeitraum bei deinem Arbeitgeber ein. Ablehnen kann er nur aus zwingenden betrieblichen oder dienstlichen Gründen – oder wenn die im laufenden Jahr genommenen Bildungszeit-Tage die Zahl der anspruchsberechtigten Beschäftigten (Stichtag 30. April) erreicht haben.
Nach dem bisherigen Gesetz konnten kleine und mittlere Betriebe eine pauschale Lohnkostenerstattung beantragen, wenn Mitarbeitende an einer anerkannten Bildungsfreistellung teilnehmen. Aktuelle Informationen für Arbeitgeber zum neuen Landesbildungszeitgesetz – auch zu möglichen Erstattungen – findest du beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung: https://lsjv.rlp.de/themen/arbeit/bildungszeit
Unsere Kurse vermitteln dir moderne Schlüsselkompetenzen, die dich zukunftsfähig machen – unabhängig von Branche oder Jobtitel. Es geht um Fähigkeiten, die dir helfen, komplexe Aufgaben zu strukturieren, Stress zu reduzieren und Veränderungen souverän zu meistern. Was du hier lernst, boostet nicht nur deine Karriere, sondern auch deinen Alltag. Bildungsurlaub ist bei uns kein Nice-to-have, sondern ein echter Win-Win – für dich, deinen Arbeitgeber und die Gesellschaft.
Dein Bildungsurlaub kann staatlich bezuschusst werden – über Förderprogramme der Bundesländer oder Bildungsprämien. Und auch viele Arbeitgeber unterstützen inzwischen (teilweise) die Kosten oder geben zusätzliche freie Tage. So profitierst du doppelt – und wir helfen dir gern dabei, das Beste aus beiden Welten herauszuholen.
Die Kosten für deinen Bildungsurlaub kannst du in der Regel als Werbungskosten von der Steuer absetzen – oft sogar komplett. Das bedeutet: Du investierst in dich und bekommst einen Teil der Kosten über deine Steuererklärung zurück. Informiere dich am besten bei deinem Steuerberater, welche Möglichkeiten in deinem Fall bestehen.
Bildungsurlaub oder Bildungszeit ist gesetzlich geregelter Sonderurlaub – on top zu deinem regulären Jahresurlaub. In vielen Bundesländern stehen dir 5 Tage pro Jahr zu. Und das Beste: In einigen Ländern kannst du die Tage ansammeln und ins Folgejahr mitnehmen – so sind auch bis zu 10 Tage Bildungsurlaub am Stück möglich. Ideal für intensivere Kurse und Reisen ins Ausland.
Ob Surfen, Wandern oder Yoga – bei uns lernst du nicht im stickigen Seminarraum, sondern verbindest Weiterbildung mit Bewegung und Natur. Studien belegen: Aktivität steigert Konzentration, Kreativität und Erinnerungsvermögen – und macht dein Lernerlebnis nicht nur effektiver, sondern abwechslungsreich und erfüllt.





Durch unsere AZAV-Zertifizierung stellen wir sicher, dass unsere Weiterbildungen strengen Qualitätsstandards entsprechen. Für dich bedeutet das:
✅ Qualifizierte Dozent*innen
✅ Anerkennung bei Arbeitgebern & Behörden
✅ Förderung durch die Agentur für Arbeit möglich
