Du lebst oder arbeitest in Hessen und willst Bildungsurlaub beantragen? Hier erfährst du alles Wichtige: Wer Anspruch hat, wie viele Tage dir zustehen, welche Kurse anerkannt sind – und worauf du bei Antrag & Fristen achten musst.

In Hessen haben Arbeitnehmer*innen Anspruch auf fünf Tage Bildungsurlaub pro Kalenderjahr. Grundlage ist das Hessische Bildungsurlaubsgesetz (HBUG). Du kannst die bezahlte Freistellung für politische Bildung, berufliche Weiterbildung oder Schulungen für ein Ehrenamt nutzen. Auszubildende haben ebenfalls Anspruch, allerdings nicht für berufliche Weiterbildung. Beamt*innen, Soldat*innen und Richter*innen haben nach dem HBUG keinen Anspruch.
Du hast Anspruch auf Bildungsurlaub, wenn du seit mindestens sechs Monaten ununterbrochen bei deinem Arbeitgeber angestellt bist. Wichtig ist, dass dein Kurs vom Land Hessen anerkannt wurde.
Maßgeblich ist außerdem, wie viele Tage pro Woche du arbeitest – denn entsprechend reduziert sich dein Anspruch. Beispiel: Wenn du nur einen Tag pro Woche arbeitest, steht dir auch nur ein Tag Bildungsurlaub pro Jahr zu.
Du hast Anspruch auf fünf Tage bezahlten Bildungsurlaub pro Kalenderjahr. Arbeitest du an mehr oder weniger als fünf Tagen pro Woche, ändert sich der Anspruch entsprechend. Wird der Anspruch vom laufenden auf das folgende Kalenderjahr übertragen, kannst du bis zu zehn Tage zusammenfassen. Kläre die Übertragung am besten frühzeitig mit deinem Arbeitgeber.
Der Antrag muss mindestens sechs Wochen vor Kursbeginn beim Arbeitgeber eingehen. Es genügt ein formloses Schreiben, dem du die Kursanmeldung sowie den Anerkennungsbescheid des Veranstalters beilegst. Es wird empfohlen, zusätzlich auf den gesetzlichen Anspruch hinzuweisen (§2 HBUG).
In Hessen werden ausschließlich Kurse anerkannt, die der beruflichen oder politischen Bildung dienen. Gesundheits- und Entspannungskurse (z. B. Yoga, Stressbewältigung) werden nur akzeptiert, wenn ein beruflicher Bezug nachgewiesen werden kann. Der Bildungsträger muss beim Regierungspräsidium Kassel gelistet und zugelassen sein.
Hier kannst du nach anerkannten Trägern und Kursen suchen:
https://verwaltungsportal.hessen.de/bildungsurlaubsrecherche
Du reichst deinen Antrag direkt beim Arbeitgeber ein – schriftlich, mit Kursinfos und Anerkennungsnachweis. Der Arbeitgeber darf den Antrag nur in dringenden betrieblichen Ausnahmefällen ablehnen. Eine schriftliche Begründung ist in diesem Fall Pflicht. Bei Ablehnung oder Unsicherheit empfiehlt sich Rücksprache mit dem Veranstalter oder dem Regierungspräsidium.
In Hessen können private Arbeitgeber in zwei Fällen eine Lohnkostenerstattung durch das Land erhalten:
Zuständig ist das Regierungspräsidium Kassel.
Mehr Infos & Antragstellung:
https://verwaltungsportal.hessen.de/leistung?leistung_id=L100001_8959235
https://arbeitswelt.hessen.de/bildungsurlaub/lohnkostenerstattung-fuer-beschaeftigungsstellen/
Alle Regelungen findest du im Hessischen Bildungsurlaubsgesetz (HBUG).
Detaillierte Informationen und aktuelle Trägerlisten gibt es hier:
https://verwaltungsportal.hessen.de/leistung?leistung_id=L100001_8959235
Unsere Kurse vermitteln dir moderne Schlüsselkompetenzen, die dich zukunftsfähig machen – unabhängig von Branche oder Jobtitel. Es geht um Fähigkeiten, die dir helfen, komplexe Aufgaben zu strukturieren, Stress zu reduzieren und Veränderungen souverän zu meistern. Was du hier lernst, boostet nicht nur deine Karriere, sondern auch deinen Alltag. Bildungsurlaub ist bei uns kein Nice-to-have, sondern ein echter Win-Win – für dich, deinen Arbeitgeber und die Gesellschaft.
Dein Bildungsurlaub kann staatlich bezuschusst werden – über Förderprogramme der Bundesländer oder Bildungsprämien. Und auch viele Arbeitgeber unterstützen inzwischen (teilweise) die Kosten oder geben zusätzliche freie Tage. So profitierst du doppelt – und wir helfen dir gern dabei, das Beste aus beiden Welten herauszuholen.
Die Kosten für deinen Bildungsurlaub kannst du in der Regel als Werbungskosten von der Steuer absetzen – oft sogar komplett. Das bedeutet: Du investierst in dich und bekommst einen Teil der Kosten über deine Steuererklärung zurück. Informiere dich am besten bei deinem Steuerberater, welche Möglichkeiten in deinem Fall bestehen.
Bildungsurlaub oder Bildungszeit ist gesetzlich geregelter Sonderurlaub – on top zu deinem regulären Jahresurlaub. In vielen Bundesländern stehen dir 5 Tage pro Jahr zu. Und das Beste: In einigen Ländern kannst du die Tage ansammeln und ins Folgejahr mitnehmen – so sind auch bis zu 10 Tage Bildungsurlaub am Stück möglich. Ideal für intensivere Kurse und Reisen ins Ausland.
Ob Surfen, Wandern oder Yoga – bei uns lernst du nicht im stickigen Seminarraum, sondern verbindest Weiterbildung mit Bewegung und Natur. Studien belegen: Aktivität steigert Konzentration, Kreativität und Erinnerungsvermögen – und macht dein Lernerlebnis nicht nur effektiver, sondern abwechslungsreich und erfüllt.





Durch unsere AZAV-Zertifizierung stellen wir sicher, dass unsere Weiterbildungen strengen Qualitätsstandards entsprechen. Für dich bedeutet das:
✅ Qualifizierte Dozent*innen
✅ Anerkennung bei Arbeitgebern & Behörden
✅ Förderung durch die Agentur für Arbeit möglich
