Du lebst oder arbeitest in Sachsen und willst Bildungsurlaub nehmen? Ab dem 1. Januar 2027 gibt es auch in Sachsen einen gesetzlichen Anspruch – die sogenannte Qualifizierungszeit. Hier erfährst du, wer Anspruch hat, wie viele Tage dir zustehen und welche Fristen gelten.

Der Sächsische Landtag hat das Sächsische Qualifizierungszeitgesetz (SächsQZG) am 4. Februar 2026 beschlossen. Der Anspruch gilt ab dem 1. Januar 2027. Bis Ende 2026 gibt es in Sachsen noch keinen gesetzlichen Anspruch – eine Freistellung ist bis dahin nur freiwillig oder über Tarif- und Betriebsvereinbarungen möglich.
Dein Beschäftigungsverhältnis muss beim selben Arbeitgeber länger als sechs Monate bestehen. Die Qualifizierungszeit gilt für berufliche Weiterbildung, politische Bildung und die Qualifizierung für ein Ehrenamt – und nur für anerkannte Weiterbildungsveranstaltungen. Welchen Kurs du wählst, entscheidest du selbst.
Du hast Anspruch auf drei Arbeitstage pro Kalenderjahr. Arbeitest du regelmäßig an weniger als fünf Tagen pro Woche, verringert sich der Anspruch entsprechend. Nicht genutzte Tage kannst du nur ins nächste Kalenderjahr übertragen; das musst du deinem Arbeitgeber bis zum 31. Dezember des laufenden Jahres anzeigen. Wurde dein Antrag abgelehnt, soll der Anspruch einmalig ins Folgejahr übertragen werden.
Den Antrag stellst du so früh wie möglich, spätestens aber zwölf Wochen vor Beginn der Veranstaltung – schriftlich, elektronisch oder in Textform. Lege den Nachweis der Anerkennung sowie Inhalt und Zeitraum der Veranstaltung bei. Lehnt dein Arbeitgeber nicht innerhalb von vier Wochen schriftlich und mit Begründung ab, gilt die Freistellung als erteilt. Nach der Veranstaltung musst du spätestens innerhalb von zwölf Wochen eine Teilnahmebestätigung vorlegen.
Der Arbeitgeber kann ablehnen, wenn dringende betriebliche oder dienstliche Belange entgegenstehen. Das gilt auch, wenn im laufenden Kalenderjahr schon mehr als 25 Prozent der Beschäftigten Qualifizierungszeit genommen haben. Bei Auszubildenden und dual Studierenden ist eine Ablehnung aus betrieblichen Gründen nicht möglich.
Automatisch anerkannt sind unter anderem Veranstaltungen von Hochschulen, Berufsakademien, der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung sowie von anerkannten Weiterbildungsträgern in Sachsen. Kurse, die in einem anderen Bundesland anerkannt sind, gelten auch in Sachsen – allerdings nur, wenn sie dort stattfinden. Alle anderen Veranstaltungen müssen vom sächsischen Arbeitsministerium anerkannt werden. Veranstaltungen zur Erholung, zur eigenen sportlichen Betätigung oder Studienreisen mit überwiegend touristischem Charakter zählen nicht. Frag uns gern, welche unserer Kurse für Sachsen anerkannt sind.
Ja. Betriebe mit in der Regel 20 oder weniger Beschäftigten bekommen vom Freistaat Sachsen auf Antrag 115 Euro pro Freistellungstag erstattet. Für öffentliche Arbeitgeber gilt das nicht.
Unsere Kurse vermitteln dir moderne Schlüsselkompetenzen, die dich zukunftsfähig machen – unabhängig von Branche oder Jobtitel. Es geht um Fähigkeiten, die dir helfen, komplexe Aufgaben zu strukturieren, Stress zu reduzieren und Veränderungen souverän zu meistern. Was du hier lernst, boostet nicht nur deine Karriere, sondern auch deinen Alltag. Bildungsurlaub ist bei uns kein Nice-to-have, sondern ein echter Win-Win – für dich, deinen Arbeitgeber und die Gesellschaft.
Dein Bildungsurlaub kann staatlich bezuschusst werden – über Förderprogramme der Bundesländer oder Bildungsprämien. Und auch viele Arbeitgeber unterstützen inzwischen (teilweise) die Kosten oder geben zusätzliche freie Tage. So profitierst du doppelt – und wir helfen dir gern dabei, das Beste aus beiden Welten herauszuholen.
Die Kosten für deinen Bildungsurlaub kannst du in der Regel als Werbungskosten von der Steuer absetzen – oft sogar komplett. Das bedeutet: Du investierst in dich und bekommst einen Teil der Kosten über deine Steuererklärung zurück. Informiere dich am besten bei deinem Steuerberater, welche Möglichkeiten in deinem Fall bestehen.
Bildungsurlaub oder Bildungszeit ist gesetzlich geregelter Sonderurlaub – on top zu deinem regulären Jahresurlaub. In vielen Bundesländern stehen dir 5 Tage pro Jahr zu. Und das Beste: In einigen Ländern kannst du die Tage ansammeln und ins Folgejahr mitnehmen – so sind auch bis zu 10 Tage Bildungsurlaub am Stück möglich. Ideal für intensivere Kurse und Reisen ins Ausland.
Ob Surfen, Wandern oder Yoga – bei uns lernst du nicht im stickigen Seminarraum, sondern verbindest Weiterbildung mit Bewegung und Natur. Studien belegen: Aktivität steigert Konzentration, Kreativität und Erinnerungsvermögen – und macht dein Lernerlebnis nicht nur effektiver, sondern abwechslungsreich und erfüllt.





Durch unsere AZAV-Zertifizierung stellen wir sicher, dass unsere Weiterbildungen strengen Qualitätsstandards entsprechen. Für dich bedeutet das:
✅ Qualifizierte Dozent*innen
✅ Anerkennung bei Arbeitgebern & Behörden
✅ Förderung durch die Agentur für Arbeit möglich
